Hier beschäftige ich mich mit einer Krankheit, die ich erst seit Herbst 2000 habe.
Es ist eine rheumatische Erkrankung, früher sagte man auch Weichteilrheumatismus dazu. Die Krankheit ist aber so vielschichtig, dass man den Namen Fibromyalgie erfunden hat. Der Name ist ein Kunstwort, das sich aus vier Teilen zusammen setzt. Lateinisch:"fibra" = Faser, Grichisch:"mys" = Muskel; "algos" = Schmerz; "ia" = Zustand. Frei übersetzt, hieße das also etwas holprig "Muskelfaserschmerzzustand". Mit dieser Übersetzung weiß man dann auch gleich, wo es überall weh tut. Es handelt sich um eine chronische, nicht entzündliche Form von rheumatischer Erkrankung. Seit etwa 10 Jahren wird sie auch weltweit anerkannt, obwohl es sogar im alten römischen Reich schon Menschen gab, die an Fibromyalgie erkrankt waren.
Es ist sehr schwierig zu erkennen, ob man nun Fibromyalgie hat oder nicht. Bei mir war die Diagnose auch nicht ganz einfach. Doch ich muß erwähnen, dass es bei mir gar nicht so lange gedauert hat. Von Berichten ist mir bekannt, dass manche Menschen 7 Jahre und länger von einem Arzt zum anderen geschickt werden, bis endlich eine Diagnose feststeht.
Ich bin auch zu einem Internisten gegangen und habe ihm meine Beschwerden geschildert. Für die Aufzählung habe ich eine ganze Weile gebraucht, denn eigentlich tut es überall weh, von den Füßen angefangen, bis in die Fingerspitzen. Aber das ist noch nicht alles, außerdem bin ich immer sehr erschöpft und fühle mich richtig krank. Anfangs habe ich immer gemeint, ich bekäme eine schwere Erkältung, oder gar eine Grippe.
Der Arzt hat dann erst einmal überlegt, sich meine Füße angesehen und dann gemeint:"Gicht haben sie nicht". Na toll, aber was denn dann? Mein nächster Arzt war dann gleich ein Rheumatologe, der dann auch bald die Diagnose hatte, die dann noch durch einen Aufenthalt in einer rheumatischen Abteilung, eines Krankenhauses, bestätigt wurde.
So sieht der Werdegang aus; und ich muß sagen, es ist schnell gegangen, so schnell, dass ich manchmal denke, eigentlich ist doch alles nur ein Traum. Doch die Wahrheit sieht anders aus. All meinen Hobbys und sportlichen Betätigungen kann ich nicht mehr nachgehen und auch sonst ist alles nicht mehr, wie es einmal war.
Ich versuche, mich mit der Krankheit zu arrangieren, um das beste daraus zu machen. Gottseidank habe ich durch meine Partnerin und der Familie genügend Halt, dass auch mal depressive Tage durch gestanden werden, denn die gibt es nicht selten.Auch darüber zu schreiben, heißt sich mit Fibromyalgie auseinander zu setzen, uns so hilft mir auch das Medium Computer und Internet. Denn die viele Zeit, die mir zur Verfügung steht, muß ich ja sinnvoll nutzen.Wenn jemand diese Seite liest und sich einmal mit mir darüber unterhalten möchte, einfach eine e-mail geschickt und es kommt bestimmt eine Antwort.
Neue Nachrichten! Ich lebe jetzt in Spanien. Das Klima bekommt mir dort viel besser. Wir haben unser Domizil am Mar Menor, in der Nähe von La Manga aufgeschlagen. Dort ist das Wetter für Rheuma geplagte Menschen besonders gut!